Als (Möchtegern-)Autorin Rezensionen schreiben – ein Problem?

Neulich bekam ich einige Kommentare, die ich nicht freigeschaltet habe, weil ich die Wortwahl als beleidigend empfand, und eine anonyme E-Mail von einer Wegwerf-E-Mailadresse, auf die dasselbe zutraf. Auslöser war offenbar meine Rezension zu „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch. Der Inhalt war in den Kommentaren und in der Mail (wenn man sich mal die unterschiedlichen fantasievollen Bezeichnungen meiner Person wegdenkt) derselbe: Mir wurde vorgeworfen, ich als bisher nicht erfolgreiche (Möchtegern-)Autorin würde aus purem Neid die Bücher anderer Autoren schlechtmachen. Ich habe eine Weile über diese Bemerkungen nachgedacht und möchte meine Überlegungen dazu gerne hier festhalten.

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Tipp: Literatur Labor Wolfenbüttel 2017 – jetzt bewerben!

Seit 2001 fördern die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und die Stiftung Niedersachsen mit dem Literatur Labor Wolfenbüttel schreibbegeisterte Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren. Zwölf ausgewählte Laborteilnehmer werden zu mehreren Treffen nach Wolfenbüttel eingeladen* und können dort an mitgebrachten Texten feilen, eigene Ideen verwirklichen oder Schreibaufgaben bearbeiten. Außerdem bringen neben den Dozenten auch interessante Gäste (Autoren, Lektoren etc.) ihre Erfahrungen ein. Eine Auswahl an Texten wird im Anschluss an die Treffen in einer Anthologie veröffentlicht.

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Zurück aus Wolfenbüttel

Vom 1. bis 3. Mai habe ich das Seminar „Beruf ‚Autor'“ an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel besucht. In insgesamt sechs Arbeitsphasen lieferten eine Agentin und ein Lektor einen Blick hinter die Kulissen des Buchmarkts. Zusätzlich haben alle zehn Teilnehmer ihre Romanprojekte vorgestellt und ehrliches, konstruktives Feedback erhalten. Anschreiben, Exposés, Leseproben und Kurzviten wurden besprochen und überarbeitet.

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#Schreibimpuls 2 – Auf ins Museum

Keine Ideen? Dann schnapp dir deine Schreibsachen und geh ins Museum! Aber in eines, in dem du noch nicht warst. Abseits der ausgetretenen Pfade warten die kreativen Einfälle. Geh ins Abwasser-und-Siel-Museum, ins Zollmuseum, ins Postmuseum oder ins Technikmuseum. Selbst hinter vermeintlich langweiligen Exponaten können sich Geschichten verbergen. Was für eine Reise hat der Gegenstand hinter sich? Für welche Person hatte er eine besondere Bedeutung? Welche Eigenschaften zeichnen diese Person aus? Weiterlesen

#Schreibimpuls 1 – Lass deinen Protagonisten etwas missverstehen

In meiner neuen Reihe „Schreibimpulse“ veröffentliche ich Anregungen, die euch (hoffentlich) zum Schreiben bringen sollen. Mein heutiger Tipp: Lass deinen Protagonisten etwas gründlich missverstehen. Er* kommt in eine Situation und interpretiert sie anders als sein Gegenüber. Er belauscht ein Gespräch und denkt, es ginge um etwas anderes. Er hört eine Abkürzung oder einen Fachbegriff und stellt sich etwas ganz anderes darunter vor, als eigentlich gemeint ist. Was für Folgen hat das Missverständnis? Es kann eine peinliche, lustige, spannende, konflikthafte oder gefährliche Situation entstehen.
Warum ich diesen Schreibimpuls für hilfreich halte?  Weiterlesen

Was Schreibimpulse leisten können

Neulich habe ich mit meiner Schreibgruppe darüber gesprochen, wie hilfreich kleine Schreibimpulse sein können, wenn man an einem größeren Projekt arbeitet und/oder das Ziel verfolgt, regelmäßig zu schreiben. Ein solcher Impuls kann vieles sein: Eine einfache Frage, eine Grundidee für eine Szene, ein angefangener Satz, ein Foto, eine Schlagzeile… Wichtig ist natürlich, dass der Schreibimpuls nicht zu konkret ist. Er muss eine Anregung bieten, mehr nicht – und genügend Raum lassen, eigene Gedanken zu entwickeln und die Idee für das eigene Projekt passend zu machen. Weiterlesen