Mutig und rätselhaft: „Wie Ihr wollt“ von Inger-Maria Mahlke

Wie Ihr wollt“ ist ein fesselnder, ungewöhnlich gestalteter historischer Roman, der im letzten Jahr auf der Shortlist zum Buchpreis stand. Er spielt im Jahr 1571: Die kleinwüchsige Mary Grey steht unter Hausarrest. Sie ist bei der Herrscherin Elizabeth I., mit der sie verwandt ist, in Ungnade gefallen, hat fast ihre gesamte Familie verloren und ist nun auf sich allein gestellt.

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Die Geschichte einer Familie in Südafrika: „Meine Schwester Sara“ von Ruth Weiss

Bei diesem Roman habe ich erst gezögert, weil ich das Cover ziemlich kitschig und altmodisch fand. Der Klappentext hat mich dann aber neugierig gemacht. Es geht um eine Burenfamilie, die kurz nach dem 2. Weltkrieg ein deutsches Waisenkind adoptiert. Die Familie ist nationalistisch eingestellt und unterstützt das Apartheidsregime, aus diesem Grund hat sie auch mit den Ideen der Nazis sympathisiert. Als das Kleinkind (wie bestellt: blond und blauäugig) eintrifft, sind zuerst alle begeistert. Nach ein paar Monaten stellt sich aber heraus, dass Sara in Wirklichkeit Jüdin ist. Der Vater, der das Kind bisher sehr liebevoll behandelt hat, entzieht ihr sofort die Zuneigung – ohne jemals zu erklären, warum.

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