Meine Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse

Vom 19. bis 21. Oktober war ich auf der Frankfurter Buchmesse und habe dort viel erlebt, viel gelernt und interessante Leute getroffen. Zieht euch meinen Messerückblick rein!

Tag 1: Selfpublishing, YouTube, #pubnpub

An meinem ersten Messetag war ich erstmal überwältigt von der Größe der Messe und den zahlreichen Ständen, bin viel herumgelaufen, habe mir die Stände angeschaut, in Büchern geblättert und Menschen getroffen. Trotzdem habe ich mir auch mehrere Veranstaltungen angeschaut: Zuerst einen Vortrag zum Thema „Selfpublishing im Buchhandel – Neue Möglichkeiten für Buchhandel und Autoren“ von Bookmundo. Grundsätzlich ein interessantes Thema, allerdings sehe ich es immer etwas kritisch, wenn ein Unternehmen ausschließlich seine eigenen Leistungen in den Vordergrund stellt.

Danach besuchte ich einen Vortrag mit dem Titel „YouTube: Behind the Scenes“. Inka Breil vom YouTube-Kanal „Einfach Inka“ erläuterte ihren eigenen Werdegang und zeigte anhand von Beispielen, worauf es ankommt, wenn man erfolgreich einen YouTube-Kanal betreiben möchte. Sie beantwortete Fragen wie: Was gehört in den Titel des Videos? Wie sieht ein gutes Thumbnail aus? Wie gehe ich mit Trends um? Obwohl ich ihren Kanal vorher nicht kannte und sie eine ganz andere Zielgruppe anspricht als ich, war der Vortrag für mich sehr anregend.

Anschließend informierte ich mich über das Literaturcamp Heidelberg; eine spannende Veranstaltung am 24. und 25. Juni 2017, an der ich aber aus terminlichen Gründen nicht werde teilnehmen können. Vielleicht klappt es ja im übernächsten Jahr.

Später schaute ich noch kurz beim International PUBlishing meetup (#pubnpub) im Orbanism Space vorbei. Es war toll, etliche Leute, die ich bisher nur durch ihre Blogs, Facebookseiten oder Twitter-Accounts kannte, mal in echt zu sehen.

Danach war ich so ermattet, dass ich enorme Schwierigkeiten hatte, die Garderobe, an der ich meinen Mantel abgegeben hatte, wiederzufinden. Glücklicherweise hatte ich bei meiner Ankunft ein Selfie gemacht und auf Twitter geteilt. Anhand des Fotos konnte ich rekonstruieren, durch welchen Eingang ich morgens hineingegangen war, und fand dann auch die richtige Garderobe wieder. Danke, Internet 😉

Tag 2: Wake-up Slam, Marketing, Podcasts

Am zweiten Messetags schaute und hörte ich mir am Arte-Stand den Wake-up Slam mit Sandra Da Vina und Jonas Scheiner an. Ein schöner Start in den Tag. Später besuchte ich noch einen Vortrag von Annika Bühnemann, die auf ihrem Blog „Vom Schreiben leben“ u.a. Tipps für Autoren anbietet. Sie betonte die Wichtigkeit von unternehmerischem Denken und Handeln auch für Autoren und andere Künstler. Ihre Ausführungen waren pragmatisch, ehrlich und eine sympathische Ausnahme in der Self-Publishing Area, wo ich im Laufe der drei Messetage doch hin und wieder den Eindruck hatte, dass die Anbieter auf etwas plumpe Art unrealistische Hoffnungen schüren wollten.

Außerdem hörte ich am zweiten Messetag einen Vortrag von Senor Rolando über Podcasts als Marketingtool. Die Folien zu dem informativen Vortrag hat er online zur Verfügung gestellt – danke dafür!

Abends erkundete ich noch das Frankfurter Nachtleben und erlebte dabei eine Reihe von interessanten, teilweise auch verstörenden Dingen, die ich bald zum Thema einer Lesung machen werde.

Tag 3: Noch mehr Podcast, Blogger Future Place, Blogbuster 2017

Am dritten Tag besuchte ich u.a. zwei weitere Veranstaltungen zum Thema Podcast, die beide im Orbanism Space stattfanden und von den Machern von Viertausendhertz sowie von Tim Pritlove (Metaebene) gestaltet wurden. Besonders Tim Pritlove schaffte es in seinem Vortrag, seine Begeisterung für Podcasts zu vermitteln und zu zeigen, was das Besondere am Podcast ist.

Anschließend wartete der Blogger Future Place (#bfp16) mit einem abwechslungsreichen Programm auf. Gefreut hat mich, dass Mara Giese von Buzzaldrins Bücher dort einen Vortrag gehalten hat. Ich lese ihren Blog schon seit längerer Zeit und fand es schön, sie einmal live zu erleben.

Einen weiteren interessanten Programmpunkt bildete die Auftakt-Pressekonferenz zum Blogbuster 2017. Ich finde das Konzept des Preises zeitgemäß und die Auswahl der beteiligten Blogger ausgewogen und stimmig. Insofern bin ich gespannt, welches Nachwuchstalent am Ende den Preis erhält.

Namedropping

Die folgenden Bücher-, Blogger- und Twittermenschen sind mir in Frankfurt erstmalig über den Weg gelaufen:

Anja Kiel
Bordsteinprosa
Bücherkrähe
Benjamin Spang
Daniela Rohr
Erik Hägele
Nike Leonhard
Nils Pawlik
Nina C. Hasse
Piranhapudel

Außerdem habe ich noch Olaf Kutzmutz von der Bundesakademie für kulturelle Bildung und Werner Irro vom Wortinstitut wiedergetroffen. Mit der charmanten Mareile vom maryreiliblog war ich spontan Essen fassen. Und ich habe Marcel Beyer, der mit „Kaltenburg“ eines meiner Lieblingsbücher geschrieben hat, von weitem gesehen. Es war mir eine Freude!

Fazit

Insgesamt habe ich die Frankfurter Buchmesse als lehrreiche und lohnende Veranstaltung erlebt. Im nächsten Jahr würde ich vielleicht einen Tag kürzer dort bleiben und dafür in eine etwas wertigere Form der Unterbringung investieren, denn mein schäbiges Hostel in der Kaiserstraße war eine absolute Katastrophe. Aber das sind nur Details, die nichts daran ändern, dass es drei großartige Tage waren.

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2 Gedanken zu “Meine Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse

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