Buch-Date: Meine Tipps

Dieser Blog-Post ist mein Beitrag zur Aktion „Buch-Date“ von Zeilenende und Wortgeflumselkritzelkram: Jeweils zwei Blogger empfehlen sich gegenseitig Bücher. Ich habe drei Buchtipps von Tausend bekommen und versuche nun im Gegenzug, drei Bücher zu nennen, die Tausend gefallen könnten.

Mein erster Tipp ist „Worauf du dich verlassen kannst“ von Kate Tempest (bzw. die englische Originalversion „The Bricks that Built the Houses„). Einfach, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass irgendjemand dieses Buch nicht mag. Ich habe es vor einiger Zeit geschenkt bekommen, am Wochenende angefangen zu lesen und bin hin und weg. Es ist stellenweise etwas brutal, aber die Sprache ist mitreißend, jeder einzelne Satz sitzt.

Mein zweiter Tipp ist „Jonathan Strange & Mr Norrel„. Denn ich habe in der Buch-Date-Auslosung gelesen, dass Tausend als einen von drei Lieblingsautoren Christoph Ransmayr angegeben hat, den ich ehrlich gesagt nicht kannte – habe ihn daher gegooglet und Wikipedia sagt, „Ransmayr verbindet in seiner Prosa historische Tatsachen mit Fiktionen.“ Ob das stimmt, kann ich (noch) nicht beurteilen, aber mir fiel beim Lesen spontan Susanna Clarkes sehr gelungener Roman ein, in dem genau das passiert. Die Autorin mischt auf subtile Weise realitätsnahe Schilderungen des Lebens in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit phantastischen Elementen (diese feinen Übergänge passen auch gut zu dem zweiten Lieblingsautor, den Tausend angegeben hat – Haruki Murakami).
Clarke ahmt die Erzähltechniken nach, die damals in zeitgenössischen Romanen zum Einsatz kamen. Man muss sich auf die sehr detailverliebte Art zu erzählen einlassen können, dann entsteht nach einer Weile ein unheimlicher Sog. Ideal für lange Leseabende. Und da in dem Buch ständig Kaminfeuer prasseln und die Protagonisten dauernd Tee trinken und mit Kutschen durch verregnete Städte und Moorlandschaften fahren, passt es auch toll zum beginnenden Herbstwetter. Mit über tausend Seiten ist das Buch recht lang, aber da Tausend als dritten Lieblingsautor Umberto Eco angegeben hat, wird der Umfang wohl kein Problem sein.

Mein dritter Tipp ist „Kaltenburg“ von Marcel Beyer, einem meiner Lieblingsautoren. Denn Tausend hat mir als dritten Lesetipp auch ein Buch von ihrem Lieblingsautor Christoph Ransmayr empfohlen, und sie schreibt, es handele sich um Texte „eines feinen, zurückhaltenden Beobachters und taktvollen Teilnehmers, der es versteht, das Einfache, das Besondere, das Erhabene und das Zerbrechlich-Schöne des Augenblicks hervorzuheben“ – und dazu fällt mir Marcel Beyer ein, der es in „Kaltenburg“ ebenfalls versteht, genau das zu tun. In meiner Rezension zu „Kaltenburg“ habe ich meine Eindrücke ausführlicher festgehalten.

So, das waren meine drei Empfehlungen. Liebe Tausend, ich bin gespannt, für welches Buch du dich entscheidest, und hoffe natürlich, dass es dir gefällt!

 

 

 

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9 Gedanken zu “Buch-Date: Meine Tipps

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