Zurück aus dem Urlaub & Liebster Blog Award

P1050148In letzter Zeit habe ich keine neuen Blogbeiträge veröffentlicht, denn ich war fast zwei herrliche Wochen wandern und zelten in Schweden. Natürlich war mir schon vorher klar, dass ich mitten im Nirgendwo weder Zeit zum Schreiben noch Internetzugang haben würde, aber es schien mir nicht so clever, meine Abwesenheit im Internet anzukündigen. Allen ambitionierten Einbrechern, die nun enttäuscht sind, weil sie mich in der Zwischenzeit gerne ausgeraubt hätten, sei als kleiner Trost gesagt, dass ich in Kürze ein Bücher-Gewinnspiel veranstalten werde. Dranbleiben lohnt sich also!

Nun, da ich aus dem Urlaub zurück bin, kann ich endlich einen Beitrag zum Liebster Blog Award schreiben. Die Tipperin hatte mich nominiert und mir elf Fragen gestellt. Ich habe mich sehr über die Nominierung gefreut, doch die Zeit war vor meiner Abreise einfach zu knapp, um noch zu antworten. Das soll nun nachgeholt werden!

1. Taschenbuch oder Hardcover? Warum?

Taschenbücher sind mir im Alltag etwas lieber, weil sie nicht so schwer sind und besser in die Handtasche passen. Ich lese gerne draußen und unterwegs, da finde ich Taschenbücher praktischer. Wenn die Tasche schon recht voll ist und man eigentlich schon meint, keinen Platz mehr zu haben, schmiegt sich ein Taschenbuch immer noch elegant zwischen das ganze Gerümpel, das in einer Frauenhandtasche so herumfliegt. Bildbände und Sachbücher habe ich allerdings auch sehr gerne als Hardcover, weil das ohnehin Bücher sind, die ich lieber zu Hause bei einer guten Tasse Tee durchblättere.

2. Welcher Songtitel beschreibt dein Leben gerade ganz gut?

Ich bin kein musikalischer Mensch und kann mit vielen Liedern und Texten nichts anfangen. Andere gefallen mir, aber nur, wenn ich gerade in einer bestimmten Stimmung oder Situation bin. Daher finde ich es schwierig, ein Lied zu benennen. Zehn unterschiedliche Lieder mit Erklärungen und Einschränkungen aufzuzählen, ist aber vermutlich nicht der Sinn der Frage 😉 Also nehme ich „Sigh No More“ von Mumfords & Sons.

3. Das schlechteste Buch, was du jemals gelesen hast?

„In Liebe, dein Mörder“ von Volker Ferkau fand ich extrem schrottig. Brutal, unglaubwürdig, sprachlich unbeholfen, mit oberflächlich beschriebenen, uninteressanten Hauptfiguren. Allerdings muss ich zugeben, dass es mich auch auf eine merkwürdige Weise gefesselt hat. Vieles wirkte so übertrieben und an den Haaren herbeigezogen, dass ich dann auch wissen wollte, wie der Autor aus der Nummer wieder herauskommen und das Ganze zu einem halbwegs plausiblen Ende bringen will (die Antwort lautet: gar nicht).  Ich habe das Buch letztes Jahr im Urlaub mit meinem Freund gelesen und wir haben uns teilweise vor Lachen gekugelt, weil es so grotesk war. Die trivialen Beschreibungen und die stumpfsinnige Inszenierung von Gewalt hatten eine unfreiwillige Komik, die in manchen Situationen unwiderstehlich war. Wir haben sogar noch den zweiten Band gelesen, der ebenso von haarsträubendem Unsinn strotzte. Beim dritten Band sind wir dann allerdings nach der Leseprobe ausgestiegen, weil wir keine Lust auf einen dritten Aufguss mit den selben ausgelutschten Zutaten hatten. Es spricht ja nichts dagegen, sich gelegentlich etwas den Verstand plattmassieren zu lassen, aber man macht es besser nicht immer an derselben Stelle 😉

4. Liest du auch ein schlechtes Buch bis zum Ende?

Meistens schon – ich denke, auf einer rein handwerklichen Ebene kann man auch von schlechten Büchern etwas lernen. Wichtig ist mir immer, zu hinterfragen, was meine persönlichen – eventuell ungerechtfertigten – Erwartungen an ein Buch waren und wo der Autor allgemeine Regeln gebrochen hat. Davon abgesehen können auch absurd schlechte Bücher einen gewissen Unterhaltungswert haben – siehe Frage 3!

5. Wie stehst du zu E-Books?

Ich habe mir 2010 einen Kindle gekauft und nutze ihn häufig, besonders auf Reisen. Es ist einfach angenehm, nicht so viele Bücher mitschleppen zu müssen und trotzdem die Gewissheit zu haben, dass der Lesestoff nicht ausgehen kann. Außerdem finde ich die Funktion praktisch, mit der man seine Lieblingsstellen im E-Book markieren und später alle markierten Textstellen gesammelt aufrufen kann. Manche Bücher möchte ich aber trotzdem lieber als „richtige“ Bücher besitzen. Ich habe manchmal den Eindruck, dass ich E-Books etwas schneller lese und mich hinterher weniger gut an den Inhalt erinnern kann als bei einem physisch vorhandenen Buch, das ich beim Lesen in den Händen gehalten habe. Das kann natürlich Einbildung sein, aber vielleicht liegt es daran, dass die äußere Form bei einem E-Book immer die gleiche ist und das Gehirn so weniger Anhaltspunkte hat, sich zu erinnern.

6. Was ist dein Lieblingsgenre?

Hauptsächlich lese ich Romane, hin und wieder auch Krimis, Thriller und historische Romane.

7. Wenn du ein Fernsehsender wärst… Welcher wärst du? Warum?

Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Bis vor Kurzem hatte ich noch nicht mal einen Fernseher, und auch jetzt, wo mein Freund mir dieses neuzeitliche Gerät in die Bude geschleppt hat, schaue ich so wenig aus dem laufenden Programm, dass ich das nicht wirklich beurteilen kann.

8. Wo liegt für dich der Unterschied zwischen Krimi und Thriller? Was ist besser?

Während es bei einem Krimi darum geht, ein Rätsel zu lösen, liegt bei einem Thriller der Schwerpunkt auf einer Bedrohung, die andauert und eine der Hauptfiguren betrifft. Dadurch entsteht im Thriller eine andere Art von Spannung. Ich würde sagen, bei einem Krimi kann ich eher mitraten, bei einem Thriller mitfürchten. Je nach Stimmung lese ich beides ganz gerne. Thriller ziehen mich meist schneller in ihren Bann, jedenfalls wenn die Hauptfiguren sympathisch sind, sodass ich gerne um sie bange.

9. Was ist dein Lieblingssport? Betreibst du den Sport auch oder schaust du nur?

Mein liebster Sport ist das Klettern (in der Kletterhalle), und ich klettere selber, allerdings komme ich nur recht unregelmäßig dazu. Früher bin ich außerdem gerne geritten, und wenn sich eine Gelegenheit ergibt, würde ich gerne irgendwann mal wieder Reiturlaub machen.

10. Welche TV-Serie hat dich bis jetzt am meisten gefesselt?

Ich sehe nicht viel fern, daher gibt es auch keine Serien, die ich regelmäßig verfolge. Wenn ich mal gründlich aufräumen oder putzen muss, gucke ich manchmal alte Folgen „How I met your mother“– nicht, weil ich die besonders spannend fände, sondern weil es mir gefällt, dass die Folgen in eine Rahmenerzählung eingebettet sind und dass man das meiste versteht, ohne alle Folgen gesehen zu haben und ohne immer hinsehen zu müssen. Außerdem schwingt in den „Geschichten von früher“, die erzählt werden, immer so eine gewisse Nostalgie mit.

11. Was an deinem Leben würdest du ändern, wenn du es mal eben so und ohne Konsequenzen tun könntest?

Wahrscheinlich gar nichts. Eigentlich bin ich mit allen Bereichen meines Lebens sehr zufrieden. Manchmal wünsche ich mir, dass ich mehr Zeit hätte, an meinem Buch zu schreiben, und z. B. etwas weniger arbeiten müsste. Aber wer weiß – vielleicht säße ich dann zu Hause und hätte alle Zeit der Welt, aber keine Ideen.

Wie ich den Regeln für den Liebster Blog Award entnehmen konnte, muss ich mir nun ebenfalls elf Fragen überlegen und elf andere Blogs nominieren. Hier meine Fragen:

  1. Welcher erste Satz aus welchem Buch gefällt dir am besten?
  2. Wer ist deine liebste Romanfigur?
  3. Bei welchem Buch würdest du dir wünschen, dass die Handlung dir selber passiert wäre?
  4. Welches Buch hast du bisher am häufigsten gelesen?
  5. Wenn dein Leben ein Roman wäre, wie würde der Titel lauten?
  6. Welche Bücher willst du in diesem Jahr unbedingt noch lesen?
  7. Wie bewahrst du deine Bücher auf? Wie sortierst du sie?
  8. Das Haus ist einsturzgefährdet und du musst es sofort verlassen. Ein Buch darfst du mitnehmen. Welches nimmst du und warum?
  9. Welches Buch findest du optisch am schönsten (Cover, Umschlag, Illustrationen…)?
  10. Welchen Autoren würdest du gerne treffen?
  11. Hast du schon einmal etwas getan, was du sonst nicht getan hättest, weil es in einem Roman vorkam? (Ein Reiseziel besucht, ein neues Hobby ausprobiert, ein Gericht oder Getränk getestet…)

Und ich nominiere:

Klappentexterin
Notizhefte
Storysite
Frau Pixel
Buchstapelweise
Sätze & Schätze
Die Buchbloggerin
Leselebenszeichen
Marcus Johanus
Büchereckenliebe
Lesestunden

Wer keine Zeit oder Lust hat, die Fragen zu beantworten, hat natürlich mein vollstes Verständnis!

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Ein Gedanke zu “Zurück aus dem Urlaub & Liebster Blog Award

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