Poetry Slam „Frei gesprochen“ in der Kulturkirche Altona

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Letzte Woche bin ich beim Poetry Slam „Frei gesprochen“ in der Kulturkirche Altona aufgetreten. Diesen Slam kannte ich vorher noch gar nicht. Aus mehreren Gründen hat er mir sehr gut gefallen: Die Kulturkirche ist einfach eine traumhafte Location (Bäm, ich habe mich gefühlt, als wäre ich eine Predigerin. Nicht, dass das mein heimlicher Berufswunsch wäre. Aber es war mal ein interessantes Gefühl.) Das Kirchenschiff und das Licht kommen auf Fotos toll zur Geltung. Im Backstagebereich gab es Getränke und Knabberzeug (mit sowas kriegt man mich immer), die Moderation war super und das Publikum in bester Stimmung.

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Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse

Heute in genau einem Monat werde ich abends zur Frankfurter Buchmesse aufbrechen. Es ist tatsächlich mein erster Besuch auf einer Buchmesse; in den letzten Jahren habe ich immer die weite und teure Anreise gescheut und mir eingeredet, dass ich so dringend dann doch nicht dahin müsste – nur um dann zu Hause zu sitzen und das Geschehen neidisch auf Twitter zu verfolgen. Dieses Jahr habe ich glücklicherweise a) eine Bloggerakkreditierung erhalten, b) schon im August die Zugtickets gebucht, sodass ich einen Sparpreis ergattern konnte, und c) ein Bett im billigsten Hostel aller Zeiten erbeutet. Ich will überhaupt nicht wissen, was das für ein Etablissement ist, und mit der Frage, ob dort in den letzten Jahren mal sauber gemacht wurde, beschäftige ich mich erst, wenn ich da ohne Fußpilz oder Parasiten wieder raus bin. Aber die Reise wird auf diese Weise einigermaßen günstig. Was Anreise und Unterbringung angeht, ist also alles geregelt, jetzt zur viel wichtigeren Frage: Was mache ich dort?

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Die Wartende

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Es ist nun schon einige Monate her. Trotzdem wartet sie immer noch, und an manchen Tagen ertappt sie sich dabei, dass sie nicht nur wartet, sondern regelrecht lungert. Den lieben langen Tag im Schlafanzug vor dem Computer sitzen, aktualisieren, warten, aktualisieren – das ist nicht gesund, und wenn sie sich vorstellt, jemand könne sie jetzt sehen, werden ihre Wangen heiß. Trotzdem kann sie nicht aufhören. Sie erzählt es niemandem, erfindet stattdessen Ausreden, erfindet Schnipsel eines besseren Lebens, die sie über diese verlorenen Tage klebt.

Viel zu oft hat sie seinen Namen gegooglet, nie hat sie etwas gefunden. Jetzt erst fällt ihr auf, dass sie seine Familie und Freunde nie getroffen hat. Nie bei ihm zu Hause war. Nie in seinem angeblichen Büro, wo ihn niemand kennt und wo die Angestellten sie komisch angeschaut haben, als sie nicht aufhören konnte, nachzufragen.

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Als (Möchtegern-)Autorin Rezensionen schreiben – ein Problem?

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Neulich bekam ich einige Kommentare, die ich nicht freigeschaltet habe, weil ich die Wortwahl als beleidigend empfand, und eine anonyme E-Mail von einer Wegwerf-E-Mailadresse, auf die dasselbe zutraf. Auslöser war offenbar meine Rezension zu „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch. Der Inhalt war in den Kommentaren und in der Mail (wenn man sich mal die unterschiedlichen fantasievollen Bezeichnungen meiner Person wegdenkt) derselbe: Mir wurde vorgeworfen, ich als bisher nicht erfolgreiche (Möchtegern-)Autorin würde aus purem Neid die Bücher anderer Autoren schlechtmachen. Ich habe eine Weile über diese Bemerkungen nachgedacht und möchte meine Überlegungen dazu gerne hier festhalten.

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Tipp: Literatur Labor Wolfenbüttel 2017 – jetzt bewerben!

Seit 2001 fördern die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und die Stiftung Niedersachsen mit dem Literatur Labor Wolfenbüttel schreibbegeisterte Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren. Zwölf ausgewählte Laborteilnehmer werden zu mehreren Treffen nach Wolfenbüttel eingeladen* und können dort an mitgebrachten Texten feilen, eigene Ideen verwirklichen oder Schreibaufgaben bearbeiten. Außerdem bringen neben den Dozenten auch interessante Gäste (Autoren, Lektoren etc.) ihre Erfahrungen ein. Eine Auswahl an Texten wird im Anschluss an die Treffen in einer Anthologie veröffentlicht.

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